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„Jetzt die Diskussion in die Betriebe tragen“

HAMBURG/PAPENBURG // Bei der Energiewende müssen Ziele und Handlungskonzepte neu und deutlicher definiert werden, ohne sich an Ausstiegsjahren oder Tonnen zu orientieren. Das haben rund 100 Betriebsräte der IG BCE auf einer Tagung im „Forum Alte Werft“ in Papenburg gefordert. Und: Die Diskussion über die Möglichkeiten und Auswirkungen soll in die Betriebe getragen werden.

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Landesbezirksleiter Ralf Becker kritisierte auf der Veranstaltung die fehlende Haltung vieler Politiker beim Thema Energiewende. Es werde lediglich Stimmungen im Land nachgegangen, um in der Wählergunst vorne zu liegen:
„Dabei werden ganze Wertschöpfungsketten aufgegeben, die unseren Industriestaat ausmachen.“ „Populismus und Taktieren verstellen derzeit den Blick auf die Energiewende“, kritisierte Friedhelm Hundertmark, Leiter des mitveranstaltenden IG BCE-Bezirks Ibbenbüren. Er plädierte für eine Versachlichung der Debatte, damit Lösungen erarbeitet werden können.
Ohne Orientierung, wie Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähige Energiepreise gesichert seien, werde der Ausstieg auch aus der Kohle angegangen.
Gastgeber Alexander Oyen, Bezirksleiter IG BCE Oldenburg: „Wir haben deutlich gemacht, dass zur Grundlage der Energiewende gute Arbeitsplätze in der Industrie gehören. Jetzt wollen wir auch hier im Norden dafür sorgen, dass zum Beispiel die Vertrauensleute die Diskussion über Risiken und Chancen mit den Kolleginnen und Kollegen führen. Wir sind überzeugt, dass der Dreiklang aus Wohlstand, Klimaschutz und Arbeitsplätzen machbar ist.“
Hamburgs Bezirksleiter Jan Koltze rät Vertrauensleuten: „Nehmt das Thema Energiewende mit auf die Tagesordnung!“
Mehr zum Thema:
https://www.igbce.de/themen/energie

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