Report November/Dezember 2017

„Industrie-Arbeitsplätze sind kein Spielball der Politk“

Stärker denn je vertreten die in der Energiebranche Beschäftigten ihre Interessen gegenüber der Politik. „Energiewende nicht gegen, nur mit uns!“ Das gaben sie in Berlin erst den später gescheiterten „Jamaika“-Verhandlern und nun auch denen der SPD mit auf den Weg in die Sondierungsgespräche. 1.000 IG BCE-Betriebsräte verabschiedeten zudem die „Berliner Erklärung“ zur Industriearbeit der Zukunft.

IG BCE

„Energiewende nicht gegen, nur mit uns!“ An einer Mahnwache am Brandenburger Tor nahm auch eine Delegation der Aurubis AG teil.

 CDU/CSU, FDP und Grüne hatten bei ihren Jamaika-Gesprächen in der Klima- und Energiepolitik radikale Positionen formuliert, die ohne Not Tausende Jobs in der Energiewirtschaft und bei ihren Zulieferern in akute Gefahr gebracht hätten.

IG BCE-Vorsitzender Michael Vassiliadis: „Im Fall einer Zusammenarbeit von Union und SPD  setzen wir auf mehr Realismus in der Arbeits-, Sozial-, Industrie- und Energiepolitik. Wir haben genug von den Extremforderungen der Klientelparteien.“

Es werde ein Modernisierungsschub für die Energiewende benötigt. „Für diese große Kraftanstrengung bedarf es einer großen Koalition der Vernunft“, verlangte er.

Auf einer Konferenz von 1.000 Betriebsräten sagte Vassiliadis am 11. Dezember in Berlin, die Beschäftigten in den Industriebranchen seien es leid zu erleben, „wie unsere Arbeitsplätze Spielball der Politik werden“. Industriearbeitsplätze würden immer öfter wie eine „Restgröße“ behandelt. Die IG BCE erwarte,  dass die Politik mit mehr Respekt und Kenntnis auf die Arbeitsplätze blicke. Das gelte vor allem für die möglichen Regierungspartner Union und SPD. Verabschiedet wurde die „Berliner Erklärung“ (www.igbce.de/vanity/renderDownloadLink/224/160148) mit dem Titel „Energie, Industrie, Klima - Unsere Zukunftsstrategie“.

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