Report Januar 2017

Jan Koltze: Das sind unsere wichtigsten Themen 2017

„Vor uns liegt ein Jahr mit großen Herausforderungen – gesellschaftlich, betrieblich und organisatorisch.“ Jan Koltze, Leiter des Bezirks Hamburg/Harburg der IG BCE, äußert sich zu einigen ausgewählten wichtigen Themen, die unsere Gewerkschaft beschäftigen werden.

19.01.2017
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Gesellschaftlich:
„Wir müssen uns gegen den aufkeimenden Populismus wehren, der vermeintlich simple Antworten auf komplexe Fragestellungen anbietet, dabei aber Angst, Fremdenfeindlichkeit und Hass schürt.
Unsere Demokratie braucht Menschen, die sie jeden Tag aufs Neue mit Leben erfüllen, die sich für Respekt, Solidarität, Weltoffenheit und das friedliche Zusammenleben der Kulturen und Religionen einsetzen. Gefühle gehören immer dazu, aber sie dürfen Fakten niemals ersetzen.
Das Ergebnis der Bundestagswahlen im September wird dafür mit entscheidend sein. Keine Arbeitnehmerin und kein Arbeitnehmer hat eine Stimme zu verschenken! Das gilt auch bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein im Mai.
Über die aktuelle Diskussion hinaus müssen wir weiter dafür kämpfen, dass alle Menschen einen guten Arbeitsplatz und faire Löhne haben. Wenn derzeit ein Viertel aller Deutschen weniger als 1.600 Euro im Monat verdient, ist das – auch im Hinblick auf die Alterssicherung – nicht in Ordnung.
Außerdem: Jedes Kind soll gute Kitas und Schulen besuchen können. Wir müssen für mehr bezahlbaren Wohnraum sorgen und die Infrastruktur verbessern.“
Betrieblich:
„Die Digitalisierung schreitet voran und verändert unsere Arbeitswelt. Wir wollen diesen Prozess aktiv gestalten – durch starke Mitbestimmung. Die Digitalisierung braucht Regeln, damit die Technik dem Menschen dient und nicht der Mensch der Technik.
In den Unternehmen müssen wir unser Gewicht weiter verstärken, um für mehr Gute Arbeit zu sorgen und die gute Zusammenarbeit unserer Betriebsräte und Vertrauensleutekörper weiter voranzutreiben.
Weitere Schwerpunkte werden unter anderem die Frage der intelligenten und an den Bedürfnissen der Menschen gestalteten Arbeitszeiten sein. Dazu gehört auch die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“
Organisatorisch:
„Mit dem Bundeskongress im Herbst stecken wir den Rahmen für die gewerkschaftliche Arbeit der kommenden Jahre ab. Auf dem Weg dorthin sind unsere Mitglieder gefordert, politische Impulse zu entwickeln, die zu greifbarer Politik werden.
Die Vorbereitungen dazu werden uns auch im Bezirk und im Landesbezirk stark beschäftigen. Ich bin aber sicher, dass sich das Engagement lohnen wird. Deswegen bitte ich alle Kolleginnen und Kollegen, ihre Themen zu benennen und über mögliche Anträge für die Bezirkskonferenz zu diskutieren.“

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