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Chemie-Tarifforderungen in Betrieben diskutieren!

HANNOVER/HAMBURG // Jetzt steht es fest: Für die Tarifrunde 2018 empfiehlt der Hauptvorstand eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 % bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Das zusätzliche Urlaubsgeld soll für Vollzeitbeschäftigte von 20,45 € auf 40,– € pro Urlaubstag und für Auszubildende von 449,94 € auf 900,– € jährlich angehoben werden. Nun sind die Vertrauensleute aufgefordert, diese Empfehlung zu diskutieren.

IG BCE

  Bei Vibracoustic holten Andreas Höper, Olaf Wüpperlin, Kemal Kiremitcioglu und Arif Dogan (von links nach rechts) die Meinung der Kolleginnen und Kollegen zu den Tarifforderungen ein.

Neben den Entgelten und dem höheren zusätzlichen Urlaubsgeld steht auch die Gestaltung der Arbeitsbedingungen und -zeiten im Mittelpunkt. Angesichts steigender Arbeitsbelastungen, rasant wachsender technologischer Veränderungen und dem verstärkten Wunsch der Beschäftigten nach mehr Zeitsouveränität will die IG BCE Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitsysteme weiterentwickeln.

Die Beschäftigten sollten stärker darüber mitentscheiden können, wann und wie sie welche Aufgaben bearbeiten – auch unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensphasen.

Es gibt immer mehr Veränderungsprozesse, die uns tagtäglich begegnen. Und von den Kolleginnen und Kollegen wird hohe Flexibilität verlangt. „Diese Flexibilität wünschen wir uns auch von den Arbeitgebern“, sagt Bezirksleiter Jan Koltze.

Kautschuk ist weiter: Verhandlungen starten am 25. April

Die Kautschukindustrie setzt sich ab 25. April mit den Forderungen der IG BCE auseinander. Gefordert werden angesichts der sehr guten Lage sechs Prozent mehr Entgelt, Arbeitszeiten, die sich nach den Lebenslagen der Beschäftigten richten sowie die Anpassung der Arbeitsbedingungen von Ost und West. Das hat die Bundestarifkommission beschlossen.

Report: April 2018

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