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Wallraff solidarisch gegen BR-Schikanen

Manches liest sich wie aus dem Psychohandbuch der CIA darüber, wie man Menschen zerstört“, sagte Enthüllungsautor Günter Wallraff auf einer Veranstaltung des DGB Hamburg zum Thema Behinderung der Betriebsratsarbeit. Der Journalist befasst sich seit Langem mit diesem Thema.

IG BCE

G. Wallraff und Thomas Mellin

„Ich habe den Eindruck, Profit als solcher ist das Ein und Alles: Wertschöpfung statt Wertschätzung“, sagte Wallraff. Irgendwann gäben die Menschen in den Betrieben auf.

Klar geworden ist an diesem Abend im Polittbüro: Gemeinsam ist man am stärksten. Deswegen war es auch ein Anliegen zahlreicher Kolleg/innen, sich noch besser untereinander zu vernetzen. Ein solches Netzwerk soll nun den Anfang bilden für weitere Aktivitäten zum Thema.

Der Bezirk als Vorreiter

Der IG BCE Bezirk Hamburg/Harburg ist da Vorreiter. Hier gibt es eine eigene Arbeitsgruppe zum Thema. Der nächste Termin ist am Donnerstag, 23. Juni, 17.00 Uhr, im Bezirksbüro, Besenbinderhof 60.

Wallraff: „Unternehmer lassen sich immer wieder von Unrechtsanwälten oder sogenannten Unternehmensberatungen helfen. Diese tun nichts anderes, als jenseits des Arbeitsrechts und jenseits der Rechtsstaatlichkeit unliebsame Menschen aus den Betrieben zu entfernen – etwa, weil sie einen Betriebsrat gründen wollen. Diese Anwälte arbeiten mit teils kriminellen Methoden, mit zersetzenden Maßnahmen und infamem Bossing. Gegen solche Methoden muss man sich engagieren und solidarisieren.“

Das Beispiel DOW

Thomas Mellin, BR-Vorsizender DOW in Stade, berichtete auf der Veranstaltung über die Versuche von DOW, BR-Arbeit zu be- und verhindern. Er stellte das Verfahren der „kollegialen Beratung“ vor, mit dem die
IG BCE arbeitet und das Wallraff als „vorbildliches Beispiel“ für den Umgang mit Angriffen auf Betriebsräte bezeichnete.

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