Vibracoustic

Beharrliches verhandeln des Betriebsrats zahlt sich aus

Am Anfang stand bei trelleborgvibracoustic in Hamburg, Weltmarktführer in der Schwingungstechnik im Automobilsektor, ein Schreckensbild: Verlagerung des Produktionsbereichs Fahrwerk nach Osteuropa. Seit Herbst 2015 herrschte Unsicherheit unter den 650 Beschäftigten, darunter rund 40 Leiharbeitnehmer: Was würde aus der Fertigung von Metallgummibuchsen werden?

IG BCE

Olaf Wüpperling, Fred Pohla, Kemal Kiremitcioglu (v.l.)

Jetzt gab Betriebsratsvorsitzender Olaf Wüpperling Entwarnung: „In drei zähen Verhandlungsrunden haben wir beharrlich und konstruktiv die Interessen der Kolleginnen und Kollegen vertreten. Wir lagen schon weit auseinander.
Nun ist es heraus: Der Standort ist dauerhaft gesichert, es wird keine betriebsbedingten Kündigungen geben, wir haben eine Entfristung
bei befristeten Werkverträgen durchgesetzt. Leiharbeitnehmer sollen eine Perspektive auf Weiterbeschäftigung in anderen  Produktionsbereichen bekommen.“
Vor allem aber: Das Unternehmen steckt mehrere Millionen Euro in neue Fertigungstechnologie. Wüpperling: „Wir werden weiter wachsen, obwohl ein Teil der Fertigung ausgelagert wird. Wir werden uns auf High-End-Produkte konzentrieren.
Damit nicht genug: Wir werden die Demografietarifverträge der Kautschukindustrie nutzen, um für ältere Mitarbeiter in der Produktion einen Demografie-Arbeitsbereich einzuführen. Eine starke Unterstützung der Belegschaft und ein hoher Organisationsgrad geben uns Rückendeckung: Wir verhandeln auf Augenhöhe!“
Kemal Kiremitcioglu, Vorsitzender der IG BCE-Vertrauensleute und BR-Vize: „Wichtig war auch, dass wir fortlaufend informiert haben.“

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