DOW Stade

Thomas Mellin abgemahnt – Wenn Mediation an Grenzen stößt

Massive Auseinandersetzungen zwischen dem Betriebsrat von DOW  Stade und der Geschäftsleitung: BR-Vorsitzender Thomas Mellin wurde abgemahnt, weil er u. a. einem Gewerkschaftstermin teilgenommen hat – angeblich ohne Zustimmung der Personalabteilung. Nun hat der Arbeitsrichter zu entscheiden.

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Zwar hatte das Betriebsratsbüro rechtzeitig die Personalabteilung benachrichtigt, doch die E-Mail war unbeantwortet geblieben. Daraus wird jetzt der zur Abmahnung geführte Vorwurf abgeleitet, Mellin habe nicht fahren dürfen.

Doch der Konflikt ist ganz offensichtlich grundsätzlicher: Betriebsräte sollen nicht nur die Reisen anzeigen, sondern auch darlegen, wen sie aus welchem Grund besuchen wollen.

Das sieht der gesamte Betriebsrat als Behinderung seiner Arbeit an und führt das auch im Verfahren vor dem Arbeitsgericht Stade an.

Zur Lösung dieses und weiterer Konflikte wird auch ein neues Mediationsverfahren abgelehnt: Frühere Versuche, über diesen Weg zu Lösungen zu kommen, waren stets gescheitert.

Beobachter stellen fest, dass die Versuche, Mellin zu diskreditieren, schon einige Zeit andauern. Paradox und unhaltbar: Auf der einen Seite erwartet DOW, dass Mellin seine politischen Kontakte auf deutscher und europäischer Ebene nutzt, um bessere Rahmenbedingungen für die Firma zu erreichen. Auf der anderen Seite werden ihm immer neue juristische Steine in den Weg gelegt.

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