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27.02.2017

Zeichen für Gleichstellung und gegen Rechts

IG BCE-Jugend bestimmt ihre gesellschaftlichen Ziele

Hannover. Eine kürzere Arbeitszeit, die absolute Gleichstellung von Frauen und Männern und der Ausschluss von Rechtspopulisten aus der IG BCE: diese Ziele gehören zur Zukunftsvision der Gewerkschaftsjugend im Landesbezirk Nord. Etwa 80 Jugendliche haben sie beim Jugenddelegiertenkongress des Landesbezirks in Springe am Wochenende engagiert erörtert und sich dabei teils sehr persönlich zu dem bekannt, was ihnen im Leben wichtig ist. 43 ordentliche Delegierte aus den sieben Bezirken im Norden stimmten über insgesamt 30 Anträge ab, die sich auch mit Flüchtlingsintegration, Rentenreform oder Freihandelsabkommen befassten und an die alle vier Jahre tagenden entscheidenden Gremien der IG BCE weitergeleitet werden. Das letzte Wort hat der Gewerkschaftskongress im Oktober.

 

LJK Teilnehmende der Landesjugendkonferenz Nord bei Ihrer Konferenz-Aktion zu den Bundestagswahlen 2017

Wie ernst es den Jungen mit der Gleichstellung ist, zeigte eine lange Debatte über „absolute Lohngleichheit“ und eine Anhebung der Frauenquote auf 50 Prozent in den Betrieben und in der Organisation. Nachdem mehrere junge Frauen davon berichtet hatten, wie mühsam sie ihre Fähigkeiten als Chemikantin oder Mechanikerin in großen Indu-striebetrieben gegen Vorurteile behaupten mussten, stiegen einige Jugendliche in die Bütt und nahmen zuvor geäußerte Zweifel zurück. Einstimmig beschlossen sie, ihr Anliegen vor die Bundesjugendkonferenz zu bringen. Mit dem Antrag, die IG BCE möge sich für eine Verkürzung der Wochenarbeitszeit auf 30 Stunden einsetzen, wird sich die Landesbezirksdelegiertenkonferenz im Mai befassen.

 

Um den beantragten „Ausschluss von AfD-Mitgliedern und anderen gewerkschaftsfeindlichen Personen aus der IG BCE“ zu ermöglichen, muss die Satzung der Organisation geändert werden. Dafür machen sich die Jugendlichen stark. „Wir haben uns ausführlich mit den Rechtspopulisten befasst“, sagte Rene Davidsson, der dem Jugendausschuss des Landesbezirks seit 2013 vorsaß. „Sie vertreten nicht unsere Ziele. Wir wollen ein Zeichen setzten, dass wir solche Gesinnungen in der IG BCE nicht haben wollen.“

Die Pressemitteilung gibt es hier zum Download!