Solidarität in der Praxis

Unsere neue Aktion für die Athener Sozialklinik Ellinikó

Drama in Griechenland 2016 – die IG BCE Hamburg/Harburg will helfen, zumindest die medizinische Versorgung zu verbessern: mit einer spendenaktion für die Sozialklinik „Ellinikó“ in Athen.

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IG-BCE-Luftballons

Die Fakten: Bis zu 70 Prozent der Griechen sind auf die kostenfreie Versorgung an öffentlichen Krankenhäusern angewiesen, weil sie nicht in der Lage sind, für die private Krankenversicherung zu zahlen. Ein Viertel der Griechen lebt inzwischen von rund 500 Euro im Monat und damit an der Armutsgrenze. Mehr als 30 Prozent der Bevölkerung haben gar keine Krankenversicherung mehr, die Kindersterblichkeit ist um 43 Prozent  gestiegen, die Zahl der Suizide hat sich mehr als verdoppelt.

Da ist „Ellinikó“ ein Lichtblick: „Wir waren im vergangenen Herbst mit einer Hamburger Delegation in Athen und haben uns die Sozialklinik Ellinikó angesehen“, sagt IG BCE-Bezirksleiter Jan Koltze, „es war wie in einem Katastrophengebiet. Deswegen haben wir beschlossen zu helfen. Wir bitten alle Kolleginnen und Kollegen, sich unserer Initiative anzuschließen.“
Rund 300 Ärzte und Pfleger arbeiten hier ehrenamtlich, versorgen Tausende, die sich keine Medizin, keine Behandlung leisten können.

Jan Koltze weist auf eine oft unbeachtete Entwicklung hin: „Die Griechen leiden nicht nur unter der Wirtschaftskrise und den Folgern der internationalen Auflagen. Vielmehr sind dort Hunderttausende gestrandet. Ihnen wird wie selbstverständlich vor allem von Privaten geholfen. Und von Protesten gegen die Migranten kann keine Rede sein, die Griechen zeigen eine bewundernswerte Solidarität mit ihnen. Auch die Freiwilligen im `Ellinikó` kümmern sich im Rahmen des Möglichen um sie.“

Die Hamburger Verbindung bildet Kalliopi Brandstäter. Mit ihrem Verein „Förder- und Freundeskreis Ellinikó“ hilft sie der Sozialklinik.

„Es fehlt an allem“, sagt Kalliopi, „wir sammeln hier Geld und kaufen davon, was benötigt wird. Nicht nur Medikamente, sondern zum Beispiel auch Windeln, Verbandsmaterial oder Babynahrung.“

Das Geld kommt zu 100 Prozent in Athen an, denn es entstehen keine  Verwaltungs- und Logistikkosten. Spenden sind zudem steuerlich absetzbar.
Mehr: http://elliniko-friends.eu/
Spendenkonto:
Förder- und Freundeskreis Ellinikó e.V.
IBAN: DE88 200 505 50 1055 2167 31

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